1. März 2017

Installation von Proxmox VE

Proxmox VE ist eine Open-Source Virtualisierungsplatform die sowohl Hardware-(KVM) als auch Softwarevirtualisierung(LXC) unterstützt. Basis ist Debian Jessie und die Bedienung erfolgt über ein Webinterface. In diesem Artikel beschreibe ich einige grundsätzliche Überlegungen sowie die Installation und Konfiguration von Proxmox VE.

Grundsätze

Um für den Fall eines erforderlichen Restores gerüstet zu sein und um grundsätzlich ein sauberers sowie sicheres System zu betreiben. Macht es Sinn sich über eine paar Grundsätze Gedanken zu machen.

  • Auf dem Host soll neben Proxmox keine weitere zusätzliche Software installiert werden.
  • Auf dem Host soll außerhalb von Proxmox keine Konfiguration vorgenommen werden (3 Außnahmen folgen).
  • Ein TCP-IP Forwarding zu den Containern wird direkt auf dem Host in der Datei “/etc/network/interfaces” konfiguriert.
  • Der SSH Login wird über ein 2-Faktor Authentifizierungsmodul abgesichert, der root login deaktiviert und ein eigener User angelegt.
  • Die Update Quellen in Debian für Proxmox werden angepasst, damit Proxmox Updates aus dem Entwicklerkanal erhält.
  • Im Falle das der Host von außen nur über eine einzelne IP erreichbar sein kann/soll (wie es z.B. bei einem Hoster der Fall ist), muss die Netzwerkkonfiguration in der Datei “/etc/network/interfaces” angepasst werden.

Installation von Proxmox VE

In diesem Kapitel beschreibe ich nun die Neuinstallation von Proxmox VE. Die Fotos/Screenshots entstammen größtenteils der Installation auf meinem Homeserver.

Download

Zunächst laden wir uns das ISO Image von der Proxmox Website unter Link herunter.

Erstellung USB Stick

Entweder wir brennen das heruntergeladene ISO Image nun auf eine CD, wir nutzen es direkt in Virtualbox oder wir erstellen einen bootfähigen USB-Stick. Für meinen Homeserver habe ich letztere Variante genutzt. Unter MacOS lässt sich das mit folgenden Befehlen mit Bordmitteln schnell durchführen:

diskutil list
sudo umount /dev/disk3
sudo dd if=/Users/USER/Downloads/proxmox-ve_4.4-eb2d6f1e-2.iso of=/dev/rdisk3 bs=1m
diskutil eject /dev/disk3

Unter Linux steht das Tool diskutil nicht zur Verfügung, die restlichen Befehle funktionieren aber genauso. Für Windows gibt es für solche Zwecke Tools wie UNetbootin .

Ablauf der Installation

Nun starten wir das Zielsystem und booten von dem zuvor erstellten Medium.

Im ersten Schritt wählen wir die Option “Install Proxmox VE”.

 

Im zweiten Schritt bestätigen wir die Lizenbestimmungen mit einem Klick auf “I agree”.

Der dritte Dialog ermöglicht uns die Eingabe des Zielmediums, also der “Festplatte” auf der Proxmox VE eingerichtet werden soll. Unter der Annahme, dass nur eine Platte zur Verfügung steht und diese komplett für Proxmox zur Verfügung stehen soll, können wir die Stanardeinstellungen beibehalten.

Nun legen wir im vierten Dialog noch Land, Zeitzone und Tastaturlayout fest.

In diesem fünften Installationsschritt bestimmen wir das Passwort des “root” Benutzers und geben eine E-Mail Adresse an, die das System verwendet um konfigurierte Meldungen zu senden.

Bei der Installation über VNC hatte ich Probleme das @ Zeichen einzugeben. Habe mir so geholfen, dass ich die im Hinweisdialog erscheinende Beispielmailadresse, die kommt wenn man ohne Eingabe der E-Mail fortfahren möchte, kopiert habe.

Konfiguration von Proxmox VE

Firewall konfigurieren

Regeln erstellen

Firewall aktivieren

Server durchstarten

reboot

Benutzer anlegen und Berechtigungen vergeben

Optional: User im OS anlegen

Damit wir uns nicht selbst aussperren muss zuvor ein alternativer User eingerichtet werden, der Befehle auch als “root” ausführen kann.

  • Als root anmelden
  • Sudo installieren: “apt-get install sudo”
  • User anlegen: “adduser USERNAME”
  • User erlauben Befehle als root auszuführen: “adduser USERNAME sudo”

Neue Benutzergruppe anlegen

Dialog öffnen:

Gruppe erstellen:

Berechtigungen für die Gruppe festlegen

Dialog öffnen:

Berechtigungen einstellen:

Proxmox Benutzer anlegen

Dialog öffnen:

Benutzer anlegen:

Optional – Root User deaktivieren:

Erstellung eines Virtuellen Serves

Um festzulegen ob wir in Proxmox die Hardwarevirtualisierung (KVM) oder Softwarevirtualisierung oder beides nutzen können/wollen, führen wir zuerst auf unserem Host System folgenden Befehl als root User aus:

egrep -c '(vmx|svm)' /proc/cpuinfo

Wenn eine Zahl größer als 0 ausgegeben wird, ist eine Hardwarevirtualisierung grundsätzlich verfügbar. Wenn die Ausgabe 0 entspricht, besteht zwar immernoch die Möglichkeit dafür, dann allerdings über Emulation, was sehr sehr sehr langsam ist.

Erstellung eines LXC Containers

Als erstes laden wir uns ein Image unserer Wahl über die Proxmox GUI herunter.

 

 

Titel

Installation von Proxmox VE

Veröffentlicht am

1. März 2017

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Kategorien / Tags
Linux